Treibholz mit Hilfe von Pilzen färben


Als Treibholzsammlerin finde ich hin und wieder angeschwemmtes Holz, welches oft sehr lange im Wasser umhergerieben ist. Durch das ständig feuchte Mileu entstehen pilzmodifizierte Holzstücke, die eine sehr lebendige dunkle Farboptik aufweisen. Beim Lampenfuß habe ich solche Fundhölzer verwendet.

„Giraffenholz“ entsteht durch ein Pilzmycel im Holz. Der Pilz bildet auf der Rinde weiße Flecken, welche als Weißfäule bezeichnet werden und an die Maserung einer Netzgiraffe erinnern. Die Pilze verringern die Dichte des Holzes und die Geigenbauer verwenden daher diese Hölzer gerne wegen seiner besonderen Klangeigenschaften. Beim Glücksbringer habe ich mit Giraffenholz gearbeitet. Der Fundort war das Bodenseeufer in Wasserburg.

„Gestocktes Holz“ wird ein Stück Holz genannt, dass durch Pilzbefall (Chlorociboria-Pilze) farbliche Veränderungen aufweist. Dies führt schlussendlich zu den charakteristischen Grenzlinien. Im Anfangsstadium beeinträchigt der Pilz nicht die Qualität des Holzes. Drechsler und Bildhauer nutzen diese melaninhaltigen Pilzgrenzlinien gerne für ihre Gestaltung, da dies ein marmorartiges Erscheinungsbild abgeben kann.

Interresante Links zu diesen Themen findet ihr unter:
Pilz lässt moderne Geige wie Stradivari klingen
Giraffenholz schnitzen
Bericht gestocktes Holz